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Segelcheck Blog

Wetter

Windgeschwindigkeiten

Geschrieben von Harald Markl
Harald Markl
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am Sonntag, 01 November 2009
in Wetter

Windgeschwindigkeiten

Wieviel Beaufort sind 5 m/s?

Wind Bft. m/s km/h kn mi/h
Windstille 0 < 0.2 < 0.7 < 0.4 < 0.4
leichter Zug 1 < 1.5 < 5.4 < 2.9 < 3.4
leichte Brise 2 < 3.3 < 11.9 < 6.4 < 7.4
schwache Brise 3 < 5.4 < 19.4 < 10.5 < 12.1
mäßige Brise 4 < 7.9 < 28.4 < 15.3 < 17.7
frische Brise 5 < 10.7 < 38.5 < 20.8 < 23.9
starker Wind 6 < 13.8 < 49.7 < 26.8 < 30.9
steifer Wind 7 < 17.1 < 61.6 < 33.3 < 38.3
stürmischer Wind 8 < 20.7 < 74.5 < 40.2 < 46.3
Sturm 9 < 24.4 < 87.8 < 47.4 < 54.6
schwerer Sturm 10 < 28.4 < 102.2 < 55.2 < 63.5
orkanartiger Sturm 11 < 32.6 < 117.4 < 63.4 < 73.0
Orkan 12 < 36.9 < 132.8 < 71.7 < 82.5

Bft – Beaufort
m/s – Meter pro Sekunde
km/h – Kilometer pro Stunde
kn – Knoten
mi/h – Milen pro Stunde

 

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Winderscheinungen

Geschrieben von Harald Markl
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am Sonntag, 01 November 2009
in Wetter

Winderscheinungen

Böenwalze

Eine besonders ausgeprägte, dunkelfarbige Wolkenform wird als Böenwalze bezeichnet. Sie tritt unmittelbar vor dem Herannahen einer heftigen Gewitterfront auf. Sobald in einer Gewitterwolke Niederschlag einsetzt, kühlen Regen oder Hagel den entgegenströmenden Aufwind ab und drehen ihn um. Kleine Böenwalzen können auch durch kleine Schauer entstehen.

Der kalt gewordene Abwind stürzt dann in die Tiefe. An der Erdoberfläche breitet sich die Kaltluft nach allen Seiten in einer flachen Schicht aus und hebt die dort auf die Gewitterwolke zuströmende feuchtwarme Luft an, wodurch es zu Kondesation, also Wolkenbildung kommt. Es bildet sich ein sogenannter Böenkragen, eine bogenförmige Wolkenwalze. Die damit verbundene Staubaufwirbelung kann die Bodensichtweite sehr stark einschränken.

Eine Böenwalze gilt als besonders gefährlich für Segelschiffe. Der Durchzug dieses Ereignisses ist mit plötzlich auftretenden Spitzenböen verbunden, die teilweise auch Orkanstärken erreichen können.

 

Düseneffekt

Definition und Erklärung des Düseneffektes bei Winden
Bei einem Düseneffekt spricht man dann wenn Wind zwischen zwei Hindernissen hindurch gepresst wird. Durch die Kanalisierung verstärkt sich der Wind dabei um bis zu 3 Windstärken. Dieser Effekt entsteht z.B. in einer Meerenge zwischen zwei Inseln, aber auch in Schluchten oder Gebirgseinschnitten.

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Entstehung und lokale Auswirkungen
Das Prinzip ist immer dasselbe - sobald Wind auf ein Hindernis trifft, drängt es die Luftmassen nach außen, wo sie wieder freie Fahrt haben, und so bewegt sich mehr Luft auf engem Raum und der Wind wird in Luv des Hindernisses stärker! Beim Düseneffekt wirken zwei Hindernisse und die Luftmassen treffen sich in der Mitte zwischen beiden Hindernissen. Kurz vor der engsten Stelle treten die höchsten Windgeschwindigkeiten auf.

Umgekehrt verhält es sich dann in Lee. Die Luftmassen können sich hier wieder verteilen und die Windgeschwindigkeit nimmt schnell wieder ab. Bei diesem Effekt spielt auch die Höhe der Hindernisse eine Rolle, denn besonders in Lee von hohen Gebirgen sind die Verwirbelungen deutlich stärker als hinter einer mäßig hohen Steilküste. Aber der Düseneffekt wirkt auch schon bei leichten Erhöhungen.

Zusätzlich zu der Verstärkung des Windes ist auch häufig eine Richtungsänderung der Luftbewegung vor und hinter den Hindernissen zu beobachten.

 

Fallböen

In diesem Artikel werden Fallböen in Lee von Steilküsten behandelt, im Unterschied zu Fallböen im freien Luftraum.

Entstehung: Wenn starker Wind über eine Steilküste fegt, tritt unterhalb der Steilküste ein verminderter Luftdruck auf. Dies bewirkt, dass die Luftströmung mit großer Geschwindigkeit nach unten stürzt.
Fallböen treten nur bei heftigem Wind in Lee von Steilküsten auf. Beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche fächern sie aus, wobei die Windstärke abnimmt, je größer der Abstand zum Auftreffpunkt ist.
Bei Inseln tritt hierbei in Luv ein Windstau auf, der nahe der Insel eine Windstille mit viel unangenehmen Seegang (Kreuzseen) bewirkt.
Unter den Fallböen unterscheidet man zwei Arten:

Die schwarzen Fallböen zählen zu den relativ ungefährlichen. Der Name rührt daher, dass sie das Wasser dunkelblau färben.

Die weißen Fallböen sind ungleich gefährlicher: Sie reissen Wasser in feinsten Tröpfchen von der Wasseroberfäche ab und die rasen dann als weiße Gischt über das Wasser. Weiße Böen haben eine wesentlich höhere Windgeschwindigkeit als schwarze Böen.
Für Schwimmer kann hierbei die Gefahr des Ertrinkens gegeben sein!

Im Mittelmeer ist besonders die Ägäis für ihre Fallböen berüchtigt, ganz besonders die Südküsten von Andros und Tinos, wo die Böen schon manchen Schiffsuntergang verursacht haben.

 

Landwind und Seewind - Zirkulation

Die Ursache für die Herausbildung des jeweiligen Windes ist thermischer Natur und beruht auf der zwei- bis dreimal so schnellen Erwärmung bzw. Abkühlung der Luft über einer Landoberfläche im Vergleich zu einer Wasseroberfläche. Das Wasser hat eine wesentlich größere spezifische Wärme als die Landfläche und hält die Tageswärme länger, während an Land die Boden- und Lufttemperatur meist schon am Nachmittag deutlich sinkt. Diese Zirkulation tritt nur bei stabiler Schönwetterlage auf und sind umso stärker je größer die Temperaturunterschiede zwischen den Land- und Wassermassen sind.

Der Landwind - man spricht auch von ablandigem Wind - beginnt meist am Abend und weht die ganze Nacht hindurch. Die Luft über den Landmassen hat sich nachts viel stärker abgekühlt als das Wasser. Die Folge ist, dass die Luft über dem Wasser aufsteigt und kühle Luft vom Land her nachfließen muss.

Die umgekehrte Erscheinung heißt Seewind auflandiger Wind und ist an heißen Küsten (bei ruhiger Wetterlage) vor allem am Vormittag zu bemerken. Die Sonneneinstrahlung heizt die Landmassen viel schneller und stärker auf als das Wasser. In der Folge steigt die Luft über dem Land auf (Thermik) und saugt kühlere Luft vom Meer her nach. Der Effekt verstärkt sich noch, wenn sich in Küstennähe Berghänge befinden. Oft befinden sich dann über den Bergen stationäre Thermikwolken.

Die verschiedenen, teilweise auch zeitlich wechselnden Windrichtungen sind für das Segeln von großem Reiz, können aber auch Gefahren mit sich bringen, wenn die Rückkehr an Land erschwert wird (Windsurfer).
Für das Segeln ist ein stärke- und richtungsmäßig beständiger Wind meist beliebter als ein häufiger Wechsel. Die geografische Lage mancher Küstenabschnitte prädestiniert sie dafür. Beständige Winde - die nicht nur bei „Schönwetter“ auftreten können - erleichtern die Planung eines Törns und das Kreuzen gegen den Wind. Durch die lokalen, zeitlich wechselnden Windsysteme kommt ein zusätzlicher Reiz hinzu, kann aber nachmittags bei ablandigem Wind oft die Rückkehr erheblich erschweren. Manche Segelsportler nächtigen daher gerne auf vorgelagerten Inseln und treten die Rückfahrt erst am nächsten Vormittag - meist unter erleichterten Umständen - an.

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Wie entsteht Wind?

Geschrieben von Harald Markl
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am Sonntag, 01 November 2009
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Wie entsteht Wind eigentlich?

Die Erde wird durch Sonnenstrahlen erwärmt die auf die Erdoberfläche treffen. Land und Meer heizen sich unterschiedlich schnell auf. Die Sonnenstrahlen erwärmen die Luft über dem Land schneller als die Luft über dem Meer. Warme Luft ist leichter als kalte und steigt deshalb nach oben.

Also steigt die wärmere Luft über dem Land auf und kühlt sich in höheren Regionen wieder ab. Diese kühlere Luft zieht hinaus aus Meer wo sie wiederum absinkt und dabei kühle Luft gegen das Land drückt. Kühlere Luft vom Meer strömt also immer nach. Diese Luftbewegung, die hier entsteht, ist der Wind. Der Wind kommt in Bewegung, weil die unterschiedlich erwärmte Luft einen unterschiedlichen Druck hat.

Kalte Luft hat einen höheren Druck als die aufsteigende Warmluft. Sinkt kalte Luft ab entsteht ein hoher Druck, ein Hochdruckgebiet. Steigt warme Luft auf, entsteht ein geringerer Druck, ein Tiefdruckgebiet. Da sich die Luft immer von Hoch- zu Tiefdruckgebieten bewegt, entsteht Wind.

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Die Winde des Mittelmeers

Geschrieben von Harald Markl
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am Sonntag, 01 November 2009
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Die Winde des Mittelmeers

Bora - Levanter - Libeccio - Meltemi - Mistral - Schirokko - Tramontana

Unverzichtbar bei der Planung eines Törns ist es auch sich neben der geplanten Route über die Winde zu informieren. Das Postkarten-Bild des Mittelmeers trügt. Rasche "Stimmungswechsel", schwere Stürme und harter Seegang sind keine Seltenheit.

Bora

griechisch: μπόρα, „kalter Windstoß“, „kalter Regenguss“
kroatisch: Bura
slowenisch: Burja

Kroatisches Sprichwort: "Die Bora ist eine Frau". In der Adria gibt es entweder keinen Wind oder zu viel davon. Die Bora ist ein sehr
tückischer Wind. Die Bora kommt sehr plötzlich und man tut gut daran rechtzeitig zu reffen. Sehr viele tragische Unglücke sind auf
die schnell heranziehende Bora zurückzuführen. Man unterscheidet zwei unterschiedliche Boraarten: Die "Schwarze Bora" (zyklonale Bora) und die "Weiße Bora" (antizyklonale Bora). Die "Schwarze Bora" wird durch ein Tief über Oberitalien ausgelöst. Die "Weiße" durch ein Hoch über der Ukraine.

Die Bora ist ein trockener, kalter Fallwind (kabatischer Wind). Die Ähnlichkeit zum Mistral im westlichen Mittelmeer ist gegeben da auch
dieser plötzlich und mit großer Heftigkeit einsetzen kann. Und dies alles bei blauem Himmel, normalen Barometerständen und niedriger Luftfeuchtigkeit.

Die Bora entsteht aufgrund einer Abkühlung der Luft in den kroatischen Karsttälern. Diese kalte Luft stürzt dann als Fallwind
die Karstgebirge hinunter. Die Bora kann zu jeder Jahreszeit auftreten. Am häufigsten bildet sie sich im Winter, wo sie auch oft
Sturmstärke erreicht. Im Sommer dauert sie meist nur 2 bis 3 Tage während sie allerdings im Winter mitunter auch bis zu 2 Wochen wehen kann.

Die Unberechenbarkeit schlägt sich auch in den Tageszeiten nieder. Die Bora ist an keine bestimmte Tageszeit gebunden. Nachmittag ist sie jedoch öfter als vormittags. Die größte Ausprägung hat sie zwischen 7 und 11 Uhr und zwischen 18 und 22 Uhr. Borawind tritt oft
plötzlich und in starken Böen ein. Die Geschwindigkeit variiert hierbei vom leichten Windhauch bis zum Sturm (80 - 100 km/h).

Die kalten Luftmassen fallen die Berghänge hinab, da die über der See liegenden leichter sind und fallen in schräger Richtung wasserfallartig zur See hinunter.
Die Wellen werden zu Schaum gepeitscht und zerstäubte Gischt wird fortgerissen. Die Dunstwolken können so stark werden, dass sogar die Sicht verringert wird. Wir die starke böeige Wind noch durch Fallböen verstärkt, wie das auch an der griechischen Küste der Fall sein kann, treten außerordentlich heftige Böen auf. (In der Bucht von Triest wurden schon 110 kn gemessen!

Warnung: Wenig bewachsene Abhänge auf der dem Festland zugewandten Seite einer Insel bedeuten, dass die Bora in dieser Gegend sehr gefährlich werden kann. Buchten am Fuß eines Gebirges bieten keinen Schutz. Hier kann die Bora auch orkanstärke erreichen.

Anzeichen: In Küstennähe erkennt man eine Wolkenwalze auf den Bergkuppen. Auf ein tatsächliches einsetzen der Bora kann man dann schließen wenn sich aus dieser Wolkenwalze Fetzen lösen. Auf See erkennt man die Bora an von Osten kommenden Schaumkronen. Wenn diese Schaumkronen erkennbar sind
sollte schnellstens gerefft werden.

Gebiete mit besonderer Bora-Häufigkeit: Golf von Triest, Kvarner Golf und Golf von Rijeka, Senj mit Velebitski-Kanal, Gebiet um Sibenik,
Gebiet um Split, Nordküste der Halbinsel Peljesac und das Gebiet um Dubrovnik. Wenn Sie in diesen Gebieten segeln, haben Sie immer ein
wachsames Auge auf die Berge und nach Ost und Nordost.

Levante

Der Levante ist ein warmer Wind der Stärke 3-5, selten auch bis zu 8. Oftmals folgt er dem Mistral.

Das westliche Mittelmeer zwischen Spanien und der nordafrikanischen Küste ist sein Enstehungsgebiet. Der Wind weht dort von Osten kommend in westlicher Richtung. Begrenzt durch die Sierra Nevade im Norden und den Atlas im Süden wird der Wind durch die Strasse von Gibraltar beschleunigt. Auf dem Atlantik verliert er dann wieder an Energie. Die Hauptsaison des Levante ist von Juni bis August.

Kiter und Surfer nutzen diesen Wind an der Costa de la Luz zwischen Tarifa und Cádiz.

 

Libeccio

Italienische Bezeichnung für einen Südwestwind. In Kroatien wird dieser Wind Garbin genannt, von den Griechen Garbis. Auch im Roussillon in der Provence wird ein regnerischer, feuchtwarmer Südwestwind Garbin oder Garbi genannt. Vor allem im Winter oft stürmisch und im Sommer und Herbst von Gewittern begleitet.

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meltemi_klein
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