Segelcheck Blog

Aufwachen vom Winterschlaf

Geschrieben von Claudia Kirchberger
Claudia Kirchberger
We are planning an international new years eve.... involving two boats, BBQ, dan
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am Donnerstag, 03 März 2011 in Törnberichte

 

Eiskalt bläst der Nordostwind uns lässt die Gischt an Deck gefrieren. Kleine Eiszapfen schmücken den Buckkorb und am Vordeck gibt es keinen sicheren Platz mehr, da das Eis seine durchsichtige Decke auf dem rutschfesten Anstrich ausgebreitet hat. Kleine, ruppige Wellen haben sich in der Fjorde gebildet und weit und breit ist kein weiterer Mast zu sehen. Nur ein hellblaues Fischerboot verrichtet seine Arbeit und die Herren vom Zoll und von der Küstenwache rätseln über unsere Erscheinung. Wir haben Besuch an Bord und es macht Spaß, unseren ersten Wintertörn gemeinsam zu segeln. Nur eine kleine Tour ist geplant, das Wetter ist zu unstabil, um größere Schläge zu machen. Nur kurz kam das volle Groß rauf, schon bald mussten wir zwei Reffs einlegen und die kleine Arbeitsfock setzten. Herrlich, wieder das Schiff im Wind arbeiten zu sehen und unsere Neuerungen zu testen.


Denn den verschlafenen Winter haben wir dazu genützt, einige Vorbereitungen für unsere kommende Reise zu machen. Zum Beispiel unser Bordnetz: da wir den kommenden Winter in den hohen Breiten verbringen wollen, wurde uns schnell klar, dass unsere Solaranlagen nicht reichen werden. Immerhin hoffen wir, einige Monate in der nördlichen Dunkelheit erleben zu können. Ein Windgenerator musste her. Und auch wenn wir nicht das Geld hatten, uns eine leistungsstarke aber teure Anlage aus dem Katalog zu kaufen, wurden wir doch bei ebay fündig und seither nervt uns der kleine Flatterer mit seinen Geräuschen am Besanmast! Aber was soll´s, wir werden uns schon daran gewöhnen und unser Freund von der schönen LISA neben uns hat uns versichert, dass er unseren kleinen Stromerzeuger auf seiner Yacht nicht hören kann. Und auch wenn uns der Windgenerator noch nicht wirklich überzeugt hat, wird er erst mal einige Zeit am Mast bleiben, obwohl uns klar ist, dass er fürs kommende Jahr sicherlich öfter mal Unterstützung durch unseren Benzingenerator brauchen wird.


Gerade auch deshalb, weil unser Stromverbrauch fürs kommende Jahr sicherlich ein wenig ansteigen wird. Öfter wird das kleine Netbook mit den elektronischen Seekarten mitlaufen müssen, wenn wir den Weg durch die zerklüfteten Küstengewässer Norwegens suchen werden. Weshalb auch auf das kleine Wunderding verzichten, haben wir doch letztes Jahr in Schweden gelernt, wie einfach das „Navigieren auf Elektronisch“ geworden ist. Aber keine Sorge, zum großen Dank an die erfahrene Crew der Magellan sind wir mit Seekarten in allen Maßstäben ausgerüstet und werden diese auch wie gewöhnt benützen. Denn auch bei uns an Bord wird das Notebook wohl nie die Seekarten ablösen.

Und nicht nur mit ihren Seekarten versorgten uns Claudia und Fritz, beim gemütlichen Treffen an Bord und später in Wien erzählten sie von ihren Erfahrungen und beeindruckten mit Spitzbergenfotos, da wir ja praktisch in ihrem Kielwasser reisen werden. Lustig, wenn man erfahrene Fahrtensegler aus Österreich im Hafen von Flensburg trifft.

Doch nicht nur die Elektrik und die Navigation an Bord von LA BELLE EPOQUE ist aufgebessert, auch haben wir unsere Segelgarderobe vervollständigt. Den das letzte Jahr hat uns doch ganz deutlich gezeigt, dass wir noch einige Lösungen für unsere Vorsegel brauchen. Und während unser Blister seinen Platz an Bord eines Nachbarschiffes fand, hat Jürgen in tagelanger Arbeit unser Leichtwindsegel repariert und verbessert. Unsere schwere Genua wurde vom Segelmacher fachgerecht mit einer Reffreihe versehen, auch wenn wir lange überlegt haben, ob eine Reffreihe die richtige Entscheidung für uns ist. Aus Hamburg kommt unsere neue Fock 2, mit ihren 28 Quadratmeter ein kleines, schweres Arbeitssegel für windreiche Tage. Das traditionell aus rotem Tuch und mit schweren Stagreitern versehene Segel war ursprünglich als Innenklüver für ein holländisches Traditionsschiff genäht worden. Doch über Jahre wurde das Segel nicht abgeholt und so hatten wir das Glück, das hochwertige Segel als Gebrauchtsegel zu bekommen. Eine neue Orkanfock rundet unsere Segelgarderobe ab. Schon lange sprachen wir davon, dass uns unsere 15 Quadratmeter große Sturmfock doch ziemlich groß für wirklich schweres Wetter erschien. Und auch wenn wir natürlich hoffen, die neue, nur 8 Quadratmeter kleine Sturmfock nie verwenden zu müssen, ist es doch ein besseres Gefühl, gut ausgestattet in den hohen Norden zu segeln.


Denn wir haben noch nicht genug vom Norden. Zu schön ist es hier um schon nach einer Saison den Weg in den Süden zu starten. Und auch wenn wir gerne mehr von den vielen Ländern an der Ostsee sehen würden, haben wir uns doch entschlossen, den Weg durch Skagerrak in den Nordatlantik zu nehmen und uns von der schönen Ostsee endgültig zu verabschieden.

Aber was im Leben ist schon endgültig! Sag niemals nie, vielleicht kehren wir ja eines Tages in das herrliche Revier zwischen Deutschland, Skandinavien und Russland zurück, um doch noch die vielen versäumten Flecken kennen zu lernen.


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We are planning an international new years eve.... involving two boats, BBQ, dancing on the the deck under the Aurora borealis, watching the fireworks in the the big city..... and having a F#&%ing good time.... out at the ocean....
so get your boots on and come!!! Everryone of my friends and friends of friends....

Place: Småbåthavna, Alta
Time: from 18:00- and bring food and drinks.... some fireworks may work as well ;
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