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Inselträume und Schärensegeln

Geschrieben von Claudia Kirchberger
Claudia Kirchberger
We are planning an international new years eve.... involving two boats, BBQ, dan
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am Sonntag, 24 Oktober 2010 in Törnberichte


 

unterwegs auf der Nordsee

 

Ja, und schon lag die deutsche Nordsee hinter uns und wir sollten nach über 8 Jahren Landleben und einem Jahr Leben am Fluss herausfinden, ob wir noch immer das Zeug hatten, um Leben und Reisen am Segelboot zu genießen.

 

Die ersten Seemeilen hinter uns, brannten wir förmlich danach, endlich wieder eine Nacht auf See zu verbringen. Noch kurz den Wetterbericht abgehört und schon war klar, Limfjord wir kommen. Herrlich. Sanft und freundlich nahm und die Nordsee auf und schon arbeitete sich La Belle gegen den konstanten Nordwestwind hoch. Der kleine Spatz, der uns am Vormittag besucht hatte, hatte längst die Geduld für unsere gemütliche Reise verloren und ist nach wenigen Stunden Rast bald weiter geflogen. Armer kleiner Vogel, hätten wir dich doch sicher zurück nach Dänemark gebracht. Aber wer weiß, welches Reiseziel du dir gesucht hast!

 

Schon wartet das nächste Revier auf uns. Denn wir nehmen die schöne Abkürzung in die Ostsee, den Limfjord. Zwischen sanft hügeligen Festland, fruchtbaren Inseln und sandigen Untiefen durchqueren wir das schöne Land der Dänen und feiern oft genug an Bord der Kiluha unser „Buddysegeln“. Denn immer noch teilen wir uns die gleiche Strecke. Hier, wo das Wasser ruhig ist und der Wind ständig seine Richtung wechselt, finden wir endlich Zeit, uns mit den vielen Möglichkeiten des Ketschsegelns vertrauter zu machen. Denn zugegeben, nach reichlich Erfahrungen mit einer Slup ist es doch was neues, auf vier Segel gleichzeitig zurückgreifen zu können. Anfängliche Überlegungen, auch ein Stagsegel am Genickstag anzubringen, fallen schnell ins Wasser, La Belle Epoque hat so was nicht nötig. Auch bei wenig Wind nimmt sie überraschend gut Fahrt auf und dankt uns unsere Arbeit an den Segeln.

 

Segeln in Dänemark

 

Ein letzter Rundgang im Städtchen Hals – und schon liegt die viel gepriesene Inselwelt Dänemarks vor uns. Traumsegeln. Wir haben einen herrlichen Frühsommer erwischt! Das Wetter meint es gut mit uns, das Wasser leuchtet grün im Sonnenlicht und die Inseln heben sich wie Perlen aus der Ostsee. Einzig die vielen Quallen der Ostsee sind abstoßend, aber was soll’s, man muss sich eben an die harmlosen Biester gewöhnen.

 

Dafür hat Dänemark viel zu bieten und begrüße uns in seinen Fjorden und Buchten, zeigt uns Wikingerburgen und Haikutter, besticht mit Fachwerkshäuschen und einfachen Landleben. Die Menschen hier scheinen einfacher zu leben, die Inseln zeugen von Gemütlichkeit und Naturliebe. Keiner hier hat Stress, keiner präsentiert sich in teuren Klamotten oder läuft mit dem Handy am Ohr herum. Wozu auch!

 

dänischer Lebenstiel

 

Der Wind treibt uns weiter, immer weiter. Zwischen Traditionsseglern und schnellen Regattenyachten, Fahrtenseglern und Tagesausflüglern, Motorjachten und Nussschalen teilt La Belle das Wasser vor ihrem Bug und dringt immer tiefer in die Ostsee ein. Viele herrliche Orte liegen bereits in ihrem Kielwasser und nach der deutschen Ostseeküste liegt wieder eine dänische Insel voraus. Nach einer durchsegelten Nacht mit viel Verkehr rund um uns rauscht der Anker noch vormittags in Hammerhavn aus und Bornholm ladet ein, es in seiner ganzen Schönheit zu genießen. Nach tagelangen Wanderungen über die Insel, durch Schafweiden und zu Leuchttürmen, über den Klippen und durch verschlafene Dörfer lassen wir die letzte dänische Insel hinter uns und steuern nach Gotland, Schweden.

 

wunderschoenes Bornholm

 

Wieder segeln wir hoch am Wind und als das Wasser schließlich ununterbrochen an Deck schwappt, tauschen wir auf kleinere Vorsegel. Im altbewährten Dreistundentakt erlösen wir uns von der Nachwache, die eigentlich auch gar nicht lange schwierig ist. Immerhin verrichtet Aries ihren brafen Dienst und die Nacht ist lau und schön, auch wenn die Wolkenfelder die Sicht auf den Sternenhimmel verdeckt.

 

Gotland im Morgendunst

 

Was für ein Unterschied z Dänemark! Visby, unser erster Hafen in Schweden, ist laut, bunt und aufgedreht. Richtige Urlaubsstimmung! Die schöne alte Hansestadt hat es in sich und es scheint, als wäre ganz Schweden hier ins Feiern versammelt. Fast hat man das Gefühl, nur schwer in die Welt der aufgeputzten Girlies, möglichst erfolgreich aussehenden Geschäftstypen und einkaufshungrigen Touristen fehl am Platz zu sein. Doch die Schweden nehmen einen herzlich auf und das bunte Bild der Inselstadt besticht.

 

Aber der Hafen ist teuer, schlechtes Wetter ist vorausgesagt und ein Ankern bei diesem Wind unmöglich. Noch schnell vor der anrückenden Front machen wir uns auf den Weg. Die Front ist schneller als wir und bald schon verfolgt uns eine finster daherrollende Böenwaltze. Schnell, schnell, Segel reffen und alles dicht machen. Rechtzeitig machen wir uns im Steuerhaus breit und schon arbeitet sich La Belle Epoque ohne den geringsten Schwierigkeiten durch die Front.

 

viel Wind, aber kein Seegang!

 

Bald haben wir genug von Gotland und tauchen in die Welt der Schären ein. Eine Welt, in der Segeln zum reinen Genuss wird und Bootsfahren zum Natürlichsten auf der Welt macht. Bald schon wird klar, dass wir nicht so schnell weiter wollen. Wir segeln zwischen tausender Inseln und Inselchen herum, lassen uns auf den warmen Felsen von der Sonne verwöhnen, laufen von den kleinen Inselsaunen nackt ins Freie um uns mit einem Sprung in die 16 Grad kalte Ostsee abzukühlen und pflücken Beeren und Pilze, die hier schier überall wachsen.

 

Schaeren

 

Zwischendurch genießen wir das urbane Leben in Stockholm und düsen mit dem Dingi durch die Stadt. Schneller als gedacht vergeht der Sommer und langsam werden die vielen Boote in den Fahrwassern zwischen den Schären weniger. Nach über einem Monat in den Stockholmer Schären wird es Zeit, den Bug wieder Richtung Süden zu drehen, doch die ersten Herbststürme haben bereits angefangen und immer wieder müssen wir in geschützten Buchten warten. So erleben wir viel Zeit auf Öland, schlendern tagelang durch die Gassen von Kalmar und verkriechen uns in den südlichen Schären vor Kalshamn. Wir motoren durch dicken Nebel und sausen durch hakigen Wellengang bei 8 Beaufort Wind um schließlich zurück in Dänemark Ende September und Anfang Oktober das Segeljahr gehörig ausklingen zu lassen.

 

eingeweht!

 

Zurück in Flensburg machen wir La Belle Epoque an unserem Winterliegeplatz fest, heizen den Dieselofen ein und lassen das Jahr Revue passieren. Wir haben einen langen Winter an Bord vor uns, was uns aber nicht im Geringsten stört. Denn es gibt einiges zu tun. Ein paar Dinge an Bord sind abzuändern, Vorbereitungen für unsere kommende Reise nach Norwegen zu machen. Ein bisschen Farbe hier und da muss nachgebessert werden und für einige Segelreisen wollen wir auch noch Zeit finden. Ein Abstecher in die Schlei, zum Beispiel, oder ein Winterausflug in die Deutsche Buch, zum Beispiel. Vielleicht eine Punschtour zu verschiedenen Christkindlmärkten oder eine Silvesterfahrt. Mal sehen, was wir im kommenden Winter alles erleben.

 

Oeland

 

 

 

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We are planning an international new years eve.... involving two boats, BBQ, dancing on the the deck under the Aurora borealis, watching the fireworks in the the big city..... and having a F#&%ing good time.... out at the ocean....
so get your boots on and come!!! Everryone of my friends and friends of friends....

Place: Småbåthavna, Alta
Time: from 18:00- and bring food and drinks.... some fireworks may work as well ;
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